Berufliche Weiterbildung: Worauf kommt es an?

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Weiterbildung aus? Was ist Ihnen wichtig und was nicht? Und wen beziehen Sie bei Ihrer Entscheidung mit ein? Mit der Hochschule für angewandtes Management sind wir diesen Fragen in einem gemeinsamen Forschungsprojekt nachgegangen. 2.500 Teilnehmer haben sich im Schnitt 15 Minuten Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten.

Klassisches Seminar oder E-Learning?

Das Angebot an beruflicher Weiterbildung ist umfangreich und vielfältig. 91 % der Befragten besuchte in den letzten zwei Jahren ein oder mehrere Präsenzseminare, 66 % eine Inhouse-Schulung und 65 % nahmen an einer Fachkonferenz oder Tagung teil. Neben den klassischen Formaten geht der Trend verstärkt in Richtung digitale Lernformate. Fast die Hälfte der Befragten gab an, im selben Zeitraum an mindestens einem E-Learning oder Webinar teilgenommen zu haben. Die neuen Lernformate werden besonders bei größeren Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Deren Mitarbeiter haben überdurchschnittlich oft an einem Webinar oder E-Learning teilgenommen.


Was sind die Gründe für eine Weiterbildung?

Berufliche Weiterbildung ist wichtig und lebenslanges Lernen wird auch aufgrund der demografischen Entwicklung ein immer bedeutsameres Thema. Wir wollten von den Teilnehmern jedoch genau wissen, was sie dazu bewegt, eine berufliche Weiterbildung zu besuchen. Für 39 % der Befragten steht dabei der Wunsch sich persönlich weiterzuentwickeln im Mittelpunkt. Aber auch externe Anforderungen spielen eine große Rolle: 26 % besuchten eine Weiterbildung, um den Anforderungen des Arbeitgebers hinsichtlich ihrer aktuellen Tätigkeit gerecht zu werden und weitere 15 % nahmen an Weiterbildungen teil, die z. B. der Gesetzgeber, die Kammer oder der Berufsverband vorschreibt. Auch mit der Karriereentwicklung sind Weiterbildungen eng verknüpft. 15 % der Befragten nahmen zur Vorbereitung auf eine neue berufliche Position oder Tätigkeit an einer Weiterbildung teil.


Welche Informationsquellen werden genutzt?

Das Internet stellt die wichtigste Informationsquelle bei der Suche nach einer passenden Weiterbildung dar. Websites von Weiterbildungsunternehmen, Newsletter und die Google-Suche nutzen die Befragten am häufigsten, um sich über Weiterbildungen zu informieren. Eine wichtige Rolle spielt darüber hinaus auch die Führungskraft. 58 % der Teilnehmer tauschen sich vorab mit ihr aus. Besonders die Inhalte und der Abschluss der Weiterbildung werden mit der Führungskraft besprochen. Dementsprechend hatten 69 % der Befragten vorab schon sehr konkrete Vorstellungen davon, welchen Abschluss sie mit ihrer Weiterbildung erwerben wollten, 67 % hatten bereits konkrete Vorstellungen von den Inhalten.

Spielt die Führungskraft beim Austausch noch eine wichtige Rolle, so ist sie bei der finalen Entscheidung nur noch bei 10 % federführend. Ein großer Teil der Befragten sieht sich selbst als eigenständigen Entscheidungsträger und gab mit 58 % an, die Entscheidung weitestgehend allein zu treffen. Knapp 30 % treffen sie gemeinsam mit ihrer Führungskraft. Passend dazu stimmten 72 % der Befragten auch dem Statement „Ich hatte eine große Freiheit, diese Weiterbildung selbst auszuwählen" zu.


Worauf kommt es wirklich an?

Qualität ist Trumpf. Bei der Suche nach der geeigneten Weiterbildung entscheidet die fachliche Spezialisierung des Anbieters und die Qualifikation der Referenten. Über die Hälfte der Befragten wählt ihre Weiterbildung danach aus. Aber auch die Art des Abschlusses und Ruf bzw. Image des Weiterbildungsunternehmens sind ihnen wichtig. Wenn Qualität und Leistung stimmen, sind Teilnehmer bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen. Insbesondere, wenn auch der Abschluss bzw. das Zertifikat einen entsprechenden Marktwert hat.


 

Die TÜV SÜD Akademie dankt allen Teilnehmern der Umfrage für ihr Engagement. „Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme an unserer Umfrage. Gerne geben wir dafür auch etwas weiter und unterstützen die Initiative JOBLINGE mit einer Spende über 2.500 €", sagt Jürgen Merz, Geschäftsführer der TÜV SÜD Akademie. „Die Initiative gibt Jugendlichen, die nur schwer einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz finden, neue Perspektiven. Mittels Bildung ebnet sie zahlreichen Arbeitssuchenden den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Sie passt daher sehr gut zu unserem Unternehmen und unserer Werten."


Die nächsten Schritte
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