Technische Leitung

Smarte Maschinen brauchen smarte Bediener – auch im Unternehmen. Rüsten Sie sich für die technischen Herausforderungen im digitalen Zeitalter!



Interview

Mit Smartwatch und Tablet: Technische Leitung im Zeitalter des Internet of Things

Ein Experteninterview über die Chancen der betrieblichen Digitalisierung

Torsten Merk (51) ist Produktmanager bei der TÜV SÜD Akademie und zuständig für die strategische und inhaltliche Konzeption der Fortbildungen im elektrotechnischen Bereich. Als jemand, der den Wandel von der analogen zur digitalisierten Welt aktiv mitverfolgt und in Betrieben mitgestaltet hat, ist ihm besonders das Erleben der neuen technischen Möglichkeiten wichtig.

Im Gespräch verrät er uns, wie smarte Anwendungen auch den Beruf des Technischen Leiters grundlegend verändert haben.

Herr Merk, welche Verantwortung kommt einem Technischen Leiter im Betrieb zu?

“Wie der Name schon sagt, ist der Technische Leiter für alle technischen Anlagen im Betrieb verantwortlich. Daher richtet sich der Beruf stark nach der Funktionalität der Anlagen aus und unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Die Hauptaufgaben sind dabei Risikomanagement, Optimierung der Energieeffizienz und Ressourcenverwendung sowie im Bedarfsfall auch die Behebung von Störungen. Das ist natürlich eine enorme Verantwortung, da die gesamte Produktion davon abhängt.

Eine zusätzliche Aufgabe ist auch die Einweisung der Mitarbeiter, die die Anlagen bedienen. Im Zuge der Digitalisierung sind speziell in der Elektrotechnik viele neue Sicherheitsfaktoren hinzugekommen, die sich auf die Zusammenarbeit von Maschinen und Menschen auswirken. Ein technischer Leiter ist also nicht nur für die Anlagen alleine verantwortlich, sondern auch für die reibungslose Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Das erfordert eine Vielzahl von Fähigkeiten und ständige Lernbereitschaft.”

Welche Rolle spielen Fortbildungen im Zuge der Digitalisierung in diesem Berufsfeld?

“Elektrotechnik ist eine gefährliche Sache – immer mehr Berufsbilder kommen in Berührung mit spannungsführenden Bereichen von Systemen. Viele Fachkräfte haben ihre Ausbildung noch vor der Digitalisierung abgeschlossen und sind deshalb nicht entsprechend geschult. Sie alle profitieren von einer fundierten Fortbildung.

Dabei lernt man, wie man sich vor Elektrostrom schützen kann. Wo muss man aufpassen? Wie muss man sich verhalten? Um diese Fragen zu beantworten, brauchen wir zum einen eine generelle Sensibilisierung für elektrotechnische Themen, zum anderen aber auch Spezialwissen, was zum Beispiel Schutzausrüstung angeht. Das ist eine Frage der Sicherheit, aber auch der Effizienz, denn nur geschultes Personal kann neue Technik wirksam einsetzen.”

An wen richtet sich das Angebot im Bereich Elektrotechnik der TÜV SÜD Akademie genau?

“Wir unterscheiden zwischen elektrotechnisch unterwiesenen Fachkräften und Elektrofachkräften. Erstere wollen für eine spezielle Tätigkeit im Betrieb konkretes Wissen aus dem Fachbereich Elektrotechnik erwerben. Das kann zum Beispiel der Küchenbauer sein, der auch den Herd anschliessen möchte. Dafür haben wir extra Fortbildungsgänge, die das gewünschte Wissen in kurzer Zeit vermitteln.

Die Weiterbildung zur Elektrofachkraft hingegen geht über neun Wochen und vermittelt ein breites Wissen an alle, die hauptsächlich mit elektrotechnischen Anlagen arbeiten. Was hier besonders attraktiv für Arbeitgeber und -nehmer ist, ist unsere Erfahrung mit einer Vielzahl von Anlagen aus der Praxis. Schließlich prüft unsere Schwestergesellschaft die Anlagen, mit denen sie im Alltag arbeiten. Dieses Wissen und Know-How können wir an der TÜV SÜD Akademie weitergeben.”

Wie können sich Mitarbeiter mit technischem Hintergrund für die Zukunft bereit machen?

“Ein ganz wichtiger Faktor ist das Erleben neuer Technologien. Um die Prozesse zu verstehen und zu verinnerlichen, führt kein Weg an der Praxis vorbei. Ein privates Interesse für technische Gadgets kann dabei durchaus von Vorteil sein. Was wir heute als Spielerei bezeichnen, kann morgen schon ganze Produktionsabläufe vereinfachen. Für unsere Fortbildungen stellen wir zum Beispiel eine virtuelle Schaltanlage zur Verfügung, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, sich für die Einführung solcher Schaltanlagen zu wappnen.”

Welchen Vorteil haben Arbeitgeber von Angestellten, die auf dem neuesten Stand der Technik sind?

“Im Vordergrund sollte in jedem Fall die Sicherheit der Mitarbeiter sein. Geschulte Mitarbeiter können Anlagen überwachen, Grenzwerte definieren und mit den neuen Mitteln der Technik viel schneller eingreifen, als das früher der Fall war.

Geschultes Personal bietet aber auch ganz konkrete wirtschaftliche Vorteile. So decken heutzutage zwei oder drei Facharbeiter die Überwachung von Anlagen ab, für die man früher zehn Mitarbeiter gebraucht hat. Durch das richtige Know-how lassen sich Anlagen viel effizienter und verschleißarmer betreiben. All das bietet Firmen, die sich nicht nur mit der Digitalisierung der Hardware, sondern auch mit der Digitalisierung in den Köpfen der Mitarbeiter beschäftigen, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.”

Sie möchten Ihre beruflichen Möglichkeiten auch mit einer Fortbildung erweitern? Informieren Sie sich über unsere Weiterbildungen im Bereich Technik und profitieren Sie von der Expertise unserer Spezialisten.

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Insights

“Ich gestalte die Digitalisierung in der Anlagentechnik aktiv mit!”

Ein Tag im Leben eines Technischen Leiters

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Technischen Leiters aus? Wie vielseitig die organisatorische und technische Leitung der gesamten Produktion, Technik und Logistik eines Unternehmens ist, weiß Kamil Nowak ganz genau.

Der 37-Jährige ist Technischer Leiter in einem mittelständischen Produktionsunternehmen in Ingolstadt. Seine Aufgabe ist es, den Überblick über alle Maschinen und Anlagen im Unternehmen zu haben. Zudem begleitet er stark den digitalen Wandel in der Anlagentechnik. Das Klemmbrett hat er längst gegen ein Tablet getauscht – was seinen Arbeitsalltag zusätzlich bestimmt, verrät er uns hier:

06:15 Uhr:

“Aufstehen! Ich bin der Erste, der in meiner Familie am Morgen raus muss. Mein Tag beginnt direkt mit moderner Technologie: die App meiner elektrischen Zahnbürste zeigt mir genau an, ob ich richtig putze. Danach springe ich in die Dusche, während meine Frau unseren kleinen Sohn weckt und ihn für den Kindergarten fertig macht. Dann gibt es erst einmal ein kleines Frühstück für alle – und das Beste: Kaffee. Danach mache ich mich auf den Weg in die Arbeit, doch zuerst bringe ich Lukas noch in den Kindergarten. Wenn der Kleine abgegeben ist, kann ich Benjamin Blümchen mit meinem Lieblings-Podcast tauschen – ‘This week in Tech’.”

08:00 Uhr:

“Ich bin pünktlich im Betrieb angekommen, nachdem mein Navi mich mal wieder verlässlich durch den Berufsverkehr geleitet hat. An meinem Arbeitstablet checke ich zuerst den Stand der Anlagen und ob es Probleme bei der Produktion gab. Danach sehe ich meine Mails an.”

09:35 Uhr:

“Bei den Maschinen gibt es keine Fehlermeldungen. Trotzdem mache ich mit meinem Kollegen einen allmorgendlichen Rundgang in der Produktionshalle. Bald stehen bei einer größeren Anlage Instandhaltungsmaßnahmen an und wir müssen den Ausfall der Maschine genau planen, damit die Produktion so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Das erledigt zum Glück die Maschine; sie ermittelt den Instandhaltungsbedarf und plant ein passendes Zeitfenster dafür. Wir sprechen mit den Kollegen vor Ort und halten fest, wer welche Arbeiten übernimmt, damit das Zeitfenster eingehalten wird.”

12:30 Uhr:

“Endlich Mittagspause! Ab in die Kantine – heute gibt’s Schnitzel!”

13:20 Uhr:

“Jetzt steht mit einem Teil meines Teams eine Schulung an: Zwei unserer Anlagen sollen energieeffizienter arbeiten, dafür haben wir die Steuerung automatisiert. Statt manuell mit Knöpfen sind die Maschinen jetzt komplett digital steuerbar – auch aus der Entfernung. Wie das geht muss ich den Kollegen genau erklären. Mir ist es sehr wichtig, dass das gesamte Team an der Automatisierung und Digitalisierung des Unternehmens aktiv mitwirkt.”

16:45 Uhr:

“Meine Frau schickt mir über unsere App-Einkaufsliste noch ein paar Dinge, die ich auf dem Rückweg von der Arbeit besorgen soll. Dank Push-Benachrichtigung auf meiner Smartwatch bekomme ich das sofort mit und kann noch schnell zum Supermarkt fahren.“

19:30 Uhr:

“Nach dem Abendessen gehe ich noch eine Runde joggen. Gerade im Sommer bin ich nach einem langen Tag in der Produktionshalle gerne draußen. Dabei verlasse ich mich auch beim Sport auf die Technik. Mein Fitness-Tracker zeigt an, wenn ich es ruhiger angehen lassen sollte, und schickt mir meine Fitness-Daten direkt aufs Smartphone. So habe ich immer alles unter Kontrolle – wie im Job!”

Wenn auch Sie den digitalen Wandel in Ihrer Produktion aktiv mitgestalten möchten, dann helfen die Weiterbildungsangebote der TÜV SÜD Akademie im technischen Bereich sicher weiter.

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#MeinDigitalerWandel

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