Change Management

Scrum, LEAN & Design Thinking: Change-Management-Methoden werden immer bedeutender. Erstellen Sie mit uns den Change Masterplan – für Ihr Unternehmen!



Fachwissen

Die Zukunft ist schon heute

9 Herausforderungen für das Change Management in Zeiten der Digitalisierung

Wer sich im Rahmen von Change Management mit Digitalisierung beschäftigt, kommt an den Themen Künstliche Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT), Big Data, Transformation und Agilität nicht mehr vorbei. Denn die digitale Transformation nimmt nicht nur Einfluss auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, sondern auch auf unsere Art zu arbeiten. Welche bedeutenden Entwicklungen sich in den letzten fünf Jahren herauskristallisiert haben? Wir geben einen Überblick:

Internet of Things (IoT)

Beim Internet der Dinge geht es um die digitale Vernetzung von Gegenständen beziehungsweise Maschinen über das Internet. Ob intelligente Energiemanagement-Systeme, vernetzte Fahrzeuge oder smarte Medizintechnik: Die Möglichkeiten von IoT-Anwendungen sind vielfältig und bieten enormes Potential. Die Integration in betriebliche Abläufe erfordert dabei allerdings auch gezieltes Change Management.

Besonders wichtig für die Industrie. Denn hier ist das Internet of Things nicht mehr wegzudenken und Basis für Automation sowie effizientere Produktionsprozesse. So lassen sich IoT-Anwendungen für die Vorhersage und Verhütung von Anlagenausfällen nutzen. Mittels einer präventiven Wartung und dem vorzeitigen Bestellen von Ersatzteilen können negative Auswirkungen auf die Produktion verhindert werden.

Robotik

IoT-Innovationen führen zu komplett neuartigen Anwendungsmöglichkeiten – zum Beispiel im Bereich der Robotik. Halbautonome Maschinen werden über eine virtuelle Schnittstelle aus der Distanz ferngesteuert. Diese sogenannten Tele-Roboter werden unter anderem für die Reparatur von Bohrinseln, die Instandhaltung von Hochspannungsleitungen oder aber für den Umgang mit explosiven sowie radioaktiven Stoffen eingesetzt.

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Industrie 4.0

Die industrielle Revolution hat begonnen: Maschinen, Anlagen, Produkte und der Mensch sind über digitale Systeme miteinander intelligent verbunden. Die Folge: Repetitive Routinetätigkeiten werden automatisiert und Entscheidungsfindungen sind in komplexe Algorithmen eingebunden. Industrie 4.0. erfordert daher auch eine spezielle Dimension von Change Management: Denn sie macht ständiges Lernen neuer und das Verwerfen veralteter Informationen unabdingbar.

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Arbeit 4.0

Mit der Digitalisierung haben sich in den letzten Jahren folglich auch die Anforderungen an Mitarbeiter und Management gewandelt. Vor allem komplexere, schwer automatisierbare Aufgaben werden vom Menschen übernommen, agile Arbeitsmethoden kommen zum Einsatz und neue Technologien sowie digitale Anwendungen halten Einzug in das Arbeitsleben.

Big Data

Welche Möglichkeiten bietet das Sammeln von Daten? Es verschafft Unternehmen ein detailliertes Wissen über Kunden zur maßgeschneiderten Gestaltung von Produktangeboten. Vor allem aufgrund der Auswertung des Such- und Online-Verhaltens von Nutzern ist in den letzten Jahren auch die Wichtigkeit von Datenschutzanforderungen in den Fokus geraten.

Datenschutz

Am 25. Mai 2018 ist sie in Kraft getreten: Die neue Datenschutz-Grundverordnung. Mit ihr sollen private Daten in Zukunft besser geschützt sein, weswegen sich viele Unternehmen Gedanken über mögliche Einbußen im digitalen Geschäft machen. Denn jeder Nutzer hat laut der neuen DSGVO nun ein Recht darauf, Auskunft über seine gespeicherten Daten zu erhalten und diese auf Wunsch löschen zu lassen. Gleichzeitig muss der Verarbeitung der Daten ausdrücklich zugestimmt werden.

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Blockchain

Als Basistechnologie für Bitcoin und andere Kryptowährungen in den letzten Jahren bekannt geworden, hat Blockchain viel zu bieten: Mit Hilfe dieser Technologie lassen sich nämlich Transaktionen, Entschlüsse, Verträge und ähnliche Informationen über ein dezentral gestaltetes Netzwerk sicher digital speichern und verwalten. Alle Daten sind in einem Block aufgeführt, der eine Art Identifikationsnummer besitzt. Diese wird im nächsten Block wieder aufgenommen, weswegen eine Kette an Verweisen entsteht. Die Verweisstruktur macht das Verändern der Informationen im Nachhinein unmöglich, wodurch Betrugsversuche ausgeschlossen sind.

Dieser Aspekt macht die Blockchain-Technologie interessant für neue Anwendungen – wie zum Beispiel in der Versicherungsbranche. Hier gibt es bereits Policen, die vollständig auf der Blockchain-Technologie beruhen, wobei das System im Schadensfall Auszahlungen automatisch vornimmt.

Künstliche Intelligenz (KI)

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass sich KI besonders in der Kundenkommunikation gut integrieren lässt. Unternehmen setzen auf Chatbots als Schnittstelle zum Kunden, um häufig gestellte Fragen direkt beantworten zu lassen. Weitere Anwendungsmöglichkeit: Auch Lagerbestände lassen sich seit einigen Jahren schon mit Hilfe von KI-Systemen überwachen und steuern.

Change Management

Digitalisierung ist ein Change-Prozess, also eine fundamentale und fortwährende Transformation. Um diesen Wandel zu managen, bedarf es eines grundlegenden Change Managements. Denn niemand profitiert von den Neuerungen und Fortschritten im Rahmen der Digitalisierung, wenn sie im Unternehmen nicht gelebt werden. Wichtig ist daher vor allem, die Mitarbeiter zu motivieren, Teil der digitalen Transformation zu sein. Kein Wunder, dass nicht nur die großen Unternehmen in Deutschland bereits Change-Projekte umsetzen.

Denn: Die digitale Transformation ist Pflicht für jedes Unternehmen, das auf Dauer erfolgreich sein will. Wie durchdachtes Change Management auf die Auswirkungen der Digitalisierung reagieren kann, erfahren Sie in den Change Management Seminaren der TÜV SÜD Akademie.

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Interview

Bye bye Kontrolle: Führung im Wandel

Ein Experteninterview mit Kim Krämer, Key Account Managerin

In vielen Unternehmen findet ein Umdenken statt: weg von starren, hierarchischen Strukturen – hin zu Abläufen, die sich durch Agilität, Flexibilität und Dynamik auszeichnen. Methoden wie Scrum, LEAN, Design Thinking, Kanban – vor allem aus der IT-Branche bekannt – halten Einzug in die Bürowelt. Doch wie kann man sich agiles Arbeiten vorstellen? Wird dabei gemeinsam in wild durcheinander gewürfelten Teams auf bestimmte Ziele hingearbeitet, ohne vorgegebene Strukturen? Oder bedarf es auch hier einer gewissen Führung, um das selbstorganisierte Miteinander in geregelte Bahnen zu leiten?

Kim Krämer, Führungskraft in einem weltweit tätigen Dienstleistungsunternehmen, erklärt, warum Agilität Führung braucht und Kontrollfreaks dennoch fehl am Platz sind.

Frau Krämer, wie kann man sich die Arbeit in einem „agilen Unternehmen“ vorstellen?

„Ein Unternehmen muss nicht zwangsläufig auf Methoden wie Scrum oder Kanban setzen, um agil zu sein. Es geht vielmehr darum, sich an Veränderungen und Trends – unter anderem im Rahmen der Globalisierung oder Digitalisierung – anpassen zu können. Agilität zeigt sich in Unternehmen neben der inhaltlichen Ausrichtung und der Organisationsstruktur auch an der Art der Führung. Adé Hierarchien, Jobtitel und Zielvereinbarungen: Nicht mehr nur der Chef entscheidet über Neueinstellungen und Feedback. Jeder einzelne Mitarbeiter ist Entscheidungsträger und übernimmt Verantwortung. So ist es auch vorstellbar, dass sich das Team die Arbeit über ein Kanban Board organisiert und die Umsetzung der Aufgaben über Selbstorganisation abläuft.”

 

Wie sieht Führung dann genau in einem solchen Unternehmen aus?

„Man muss sich als Führungskraft in einem agilen Unternehmen von der Vorstellung verabschieden, Aufgaben an die Mitarbeiter zu delegieren. Denn Selbstorganisation wird in der agilen Welt großgeschrieben! Statt nur zu kontrollieren und zu überwachen, heißt es für die Führungsebene, die operativ arbeitenden Mitarbeiter zu unterstützen und ihnen den Rücken freizuhalten.

Manager müssen dabei in der Lage sein, zu überdenken, wie sie dem Team helfen und ideale Bedingungen für die Zusammenarbeit schaffen können. Schließlich kontrolliert sich das Team selbst und überwacht seine eigenen Leistungen und Fortschritte. Die Voraussetzung dafür: eine gemeinsame Vision. Führungskräfte sind in einem agilen Unternehmen also viel mehr ‚Empowerer‘, ,Enabler‘ und ,Coach‘ statt klassische ,Kontrolleure‘.”

 

Was muss eine Führungskraft denn als Empowerer mitbringen?

„Stellen Sie sich vor, für ein Projekt kommen Experten unterschiedlicher Herkunft, aus unterschiedlichen Fachbereichen, mit unterschiedlichen Herangehensweisen zusammen. Teamfähigkeit und interkulturelle Kompetenz sind für das Managen eines solchen Projekts unerlässlich. Teams zu bilden und ihnen Richtlinien mitzugeben – das ist kein Neuland für ausgebildete Führungskräfte. Einfühlungsvermögen und ein gewisses Verständnis für unterschiedliche Ansichten, Vorkenntnisse, Handlungs- und Denkmuster: Das macht gute Führungsarbeit aus.”

 

Welche Veränderungen bringt ein Umstieg auf agile Methoden für die Führungsebene mit sich?

„Das Führen in agilen Kontexten ist anspruchsvoll, denn die Motivation des Teams hat oberste Priorität. Dabei muss klar sein, dass Machtspielchen und Agilität nicht zusammenpassen: Kontrollfreaks und Egozentriker sind in einem agilen Unternehmen fehl am Platz. Eine Herausforderung ist es hier, nicht zu weit in die Teamstruktur einzudringen und mit einer eindeutigen Aufgabenzuteilung an gewisse Mitarbeiter die Dynamik des Teams zu stören, sondern vielmehr Teil des Teams zu sein, es zu bestärken, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und auf das Einhalten gemeinsamer ‚Spielregeln‘ zu achten.”

Wenn auch Sie Agilität in Ihren Arbeitsalltag bringen wollen oder sich für neue Wege des Projektmanagements interessieren, ist das Seminar „Agile Methoden für Management und Führung“ der TÜV Süd Akademie genau das Richtige für Sie. Erwerben Sie fundiertes Fachwissen, um Veränderungsprojekte erfolgreich zu starten und zu begleiten.

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Insights

Vom Chef zum Coach, vom Einzelkämpfer zum Teammitglied

Wie agile Methoden das Rollenverständnis im Unternehmen verändern

Technische Neuerungen und bahnbrechende Innovationen im Zuge der Digitalisierung: Die Anforderungen an Unternehmen haben sich in den letzten Jahren massiv verändert – und werden es auch in Zukunft. Firmen müssen immer schneller auf sich ändernde Marktverhältnisse, Rahmenbedingungen und Kundenwünsche reagieren. Doch wie können sie dem Wandel flexibel und dynamisch gegenübertreten? Die mögliche Lösung lautet: durch Agilität.

Eine Unternehmenskultur, die agiles Denken und Handeln ermöglicht, gibt Raum zur Selbstorganisation, stellt aber auch neue Anforderungen an Führung und Projektmanagement: Top-down-Anweisungen und Hierarchiedenken haben hier ausgedient. Wie die Umstellung auf agile Arbeitsmethoden gelingen kann? Wir verraten es:

So klappt der Start 

Die Einführung agiler Arbeitsmethoden markiert einen erkennbaren Einschnitt. Das Unternehmen muss sich neu erfinden: Prozesse, Strukturen und Zuständigkeiten, sogar lang etablierte Geschäftsmodelle, alles wird überdacht und neu gestaltet. Dieser Schritt ist vor allem für die Mitarbeiter tiefgreifend und nicht ganz leicht nachzuvollziehen. Ist die Art und Weise, wie ich meine Aufgaben bisher bewältigt habe, nicht mehr angemessen? Ist meine Arbeit nicht mehr gut genug? Diese und andere Fragen sind im Rahmen der Veränderungsprozesse zu erwarten. Daher macht es Sinn, Mitarbeiter und Stakeholder in den Veränderungsprozess miteinzubeziehen. Auch externe Hilfe kann angebracht sein, um die ersten Schritte des Wandels überlegt und rücksichtsvoll einzuleiten. Es muss ganz klar kommuniziert werden, warum es Sinn macht, auf Agilität zu setzen und welche Chancen die Umstellung mit sich bringt. 


Immer weiter einarbeiten 

Agiles Arbeiten bedeutet ständige Veränderung und damit auch ständiges Lernen. Es gibt keinen vorgegebenen Masterplan für die Umstellung. Wer agil sein will, braucht ein gutes theoretisches Backgroundwissen und den Mut, Änderungen umzusetzen. Ob Scrum, Kanban oder Design-Thinking: Sinnvoll ist es, sich in unterschiedliche Methoden einzuarbeiten, Vorträge oder Seminare zu besuchen und mit Experten zu sprechen. Das neu gewonnene Wissen gilt es im nächsten Schritt, auf das eigene Unternehmen zu übertragen und auszuprobieren – ganz nach dem Prinzip “Trial and Error”. Denn nicht jede Methode lässt sich eins zu eins im eigenen Unternehmen integrieren, sondern bringt Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich. Dabei nicht aufgeben und hartnäckig bleiben! 


Wer ist Teil des Teams? 

In einem agilen Unternehmen sind die Mitarbeiter nicht mehr in Abteilungen gesplittet, sondern Teil crossfunktionaler Teams, die selbstständig an unterschiedlichen Projekten arbeiten – und das von der ersten Idee an, über die Konzeption und Umsetzung bis hin zum Endergebnis. Wichtig ist daher die Zusammensetzung der unterschiedlichen Projektteams. Generell sollte ein Team aus Mitarbeitern mit verschiedenen fachlichen Spezialisierungen bestehen. Denn heterogene Teams bergen hohes Potential für das Entwickeln neuer Ideen, Ansätze und Herangehensweisen. Auch die Teamgröße entscheidet über den Erfolg eines Projekts. Es gilt: so klein wie möglich, so groß wie notwendig. Bezogen auf Scrum heißt das zum Beispiel 3 bis 9 Mitarbeiter. 


Selbstführung statt Führung ist angesagt

Ziel agilen Arbeitens ist, dass das Unternehmen schnell und flexibel auf sich ändernde Bedingungen reagieren kann. Dafür muss dem Team Vertrauen geschenkt werden, damit es selbstverantwortlich agieren kann. Denn, wenn bei jeder Entscheidung der “Chef” ins Boot geholt wird, verzögert das die Abläufe. Während die Mitarbeiter in den jeweiligen Teams also mehr Verantwortung erhalten, geben die Führungskräfte Verantwortung ab. Hier ist Durchhaltevermögen und Geduld gefragt: Es kann eine gewisse Zeit dauern, bis dieses Konzept in die Köpfe eingedrungen ist.


Transparenz ist das A und O

Wenn Mitarbeiter selbstorganisiert arbeiten, Entscheidungen treffen, Verträge abschließen oder Mitarbeiter einstellen, brauchen sie vor allem eins: Transparenz. Besonders die Offenlegung von Unternehmensstrategie und -zielen, Ergebnissen und Unternehmensprozessen ist für eigenverantwortliches Handeln unabdingbar. Aber auch eine offene, konstruktive Kommunikation auf Augenhöhe und eine positive Feedback- und Fehlerkultur sind Voraussetzung für agiles Arbeiten. Wenn es darum geht, offen darzulegen, woran ein Mitarbeiter aktuell arbeitet, wie weit er dabei ist und welche Schwierigkeiten auftreten sind gegenseitiger Respekt und Vertrauen zwischen allen Mitarbeitern notwendig.


Kommunikation läuft geregelt ab 

Selbstorganisiert zu sein bedeutet nicht, ohne Regeln und völlig ungesteuert handeln zu können. Für die gemeinsame Zusammenarbeit im Team muss es Regeln und Rahmenbedingungen geben, die dabei helfen, Konflikte zu vermeiden und die Ziele in der gegebenen Zeit umzusetzen. Vor allem für den gemeinsamen Austausch, um Probleme offenzulegen und schnelle Lösungen zu finden, braucht es einen festen Rahmen. Die Regeln für die Zusammenarbeit können die Teams selbst bestimmen. Oder sie orientieren sich an Modellen wie Scrum oder Kanban. Die beiden Methoden beinhalten nämlich wiederum ein eigenes Regelwerk, das gezielt auf Kommunikation und Interaktion setzt.

Agiles Projektmanagement muss gelernt werden. Daher bietet die TÜV SÜD Akademie einschlägige Seminare an, die unter anderem auf die Herausforderungen agilen Führens vorbereiten.

Seminare in agilem Projektmanagement

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Video-Interview

Interview mit Dr. Stefan Fries, Geschäftsführer, change factory GmbH

Ihre Veränderungsprojekte auf der TÜV-Teststrecke. Was bedeutet das?

 


 

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#MeinDigitalerWandel

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