Aus Erfahrung gut – kompetent in die Zukunft

25 Jahre Qualitätsmanagementausbildung bei der TÜV SÜD Akademie – ein Erfolgsmodell, das seinesgleichen sucht! Grund genug für uns, gemeinsam mit Ihnen die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und Ihnen unsere Ideen für die Zukunft zu präsentieren, aber auch einen nicht ganz ernst gemeinten Seitenblick auf die unterschiedliche Wahrnehmung des Berufsbilds des Qualitätsauditors aus verschiedenen Perspektiven zu werfen.

Viel Spaß damit!

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Unsere Erfahrung

2019 feiert die TÜV SÜD Akademie ein besonderes Jubiläum: 1994, also vor 25 Jahren, wurden erstmals Schulungen aus dem Qualitätsmanagementbereich angeboten. Die Experten der TÜV SÜD Akademie haben hier Pionierarbeit geleistet und die Weiterentwicklung dieser damals neuen Disziplin entscheidend beeinflusst und vorangetrieben. Bis heute gehören Vertreter von TÜV SÜD den maßgeblichen Gremien an und greifen aktiv in die Gestaltung der Zukunft des Qualitätsmanagements ein, um den Trends so immer eine Nasenlänge voraus zu sein.

Das sagen unsere Trainer und Experten: Ulrich Wegner

Ulrich Wegner, Referent der ersten Stunde sowie langjähriger Auditor im Bereich Managementsysteme bei TÜV SÜD, erzählt:

In bester Erinnerung geblieben sind mir die Aufbruchsstimmung und das Engagement der damaligen Verantwortlichen, wo in gemeinsamen Sitzungen erste Schulungsangebote entwickelt wurden. Als eines der Erfolgsrezepte der Akademie habe ich sehr enge, herzliche Kundenbeziehungen erlebt.

Bezeichnend war für mich als Referent auch die tolle Kooperation der Schulungsteilnehmer, wenn es sich um langjährige, gute Kunden der Akademie handelte. In solchen Gruppen waren immer alle bemüht, das jeweilige Thema im Dienst der Sache gemeinsam zu entwickeln.

Auch aus der Erfahrung als Begutachter und Zertifizierer kann ich sagen, dass man ständig bei jedem Kunden dazulernt. Ich habe das immer als selbstverstärkenden Prozess gesehen. Wenn man übers Jahr 30 bis 40 Projekte hat und nach einem Jahr wieder zum selben Kunden zurückkommt, hat man selbst einen ganz anderen Wissenstand erreicht, den man wieder einbringen kann. So haben sich die Tätigkeiten als Auditor und als Referent bei der Akademie sehr gut ergänzt.

Das sagen unsere Trainer und Experten: Stefan Weber

Stefan Weber – ein langjähriger Trainer der TÜV SÜD Akademie, der die Entwicklung des modularen QM-Schulungskonzepts von der ersten Stunde an maßgeblich begleitet hat – erinnert sich:

Bei der Konzeption der modularen QM-Ausbildung wurden wir von zwei Grundgedanken geleitet: Die Ausbildung von Qualitätsmitarbeitern und Qualitätsmanagern sollte sowohl geografisch als auch inhaltlich auf eine breitere Basis gestellt werden. Schnell war klar, dass die TÜV-Niederlassungen vor Ort eine ideale Ausgangsposition boten, um die Qualitätsmanagementausbildung der Akademie zu den Firmen vor Ort zu bringen. Dies war ein zu den damals üblichen großen zentralen Schulungszentren konträrer Ansatz.

Die Diskussion der Strukturen und Inhalte der Seminare war dagegen anspruchsvoller. Bei den damals üblichen Konzepten lag der Fokus der Qualitätsmanagementausbildung auf den statistischen Methoden. So war es üblich, dass als Voraussetzung für Seminare zum Thema Qualitätsmanagement zuerst einmal ein zweiwöchiger Statistikkurs absolviert werden musste. Für Produktionsunternehmen mit Großserien war das sicherlich ein gangbarer und teilweise sinnvoller Weg, doch für mittelständische Unternehmen, Dienstleister und Anlagenfertiger sah die Kosten-Nutzen-Rechnung weniger günstig aus. Zudem startete in diesen Unternehmen gerade eine Diskussion über die Betrachtung der Organisation unter Qualitätsaspekten. Dazu kamen die Forderungen zur Zertifizierung auf der Basis der DIN EN ISO 9001. Insbesondere Organisationen aus der Automobilbranche und Unternehmen, die sich an Ausschreibungen der EU beteiligten, mussten sich dieser Herausforderung stellen. Ferner sollten die Seminare ein praxisnahes und sofort anwendbares Wissen mit Fokus auf das Qualitätsmanagementsystem und die damit verbundenen Qualitätsmethoden vermitteln.

Mit dem modularen Aufbau wird der Vorqualifikation der Teilnehmer Rechnung getragen, während die stufenweise Steigerung der Anforderungen einen kontinuierlichen Wissensaufbau und eine persönliche Weiterentwicklung erlaubt. Durch die Berücksichtigung des in der EU harmonisierten Ausbildungsschemas für Qualitätsfachpersonal wurde die Basis für die Personenzertifizierung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geschaffen.


Unsere Leistungen

In den vergangenen 25 Jahren hat sich viel getan im QM. Analog dazu ist auch unser Seminarangebot umfangreicher und vielfältiger geworden.

Vom modularen QM-Ausbildungskonzept über branchenspezifisches Know-how und gesetzliche Rahmenbedingungen bis hin zu Methodenkompetenz vermittelt Ihnen die TÜV SÜD Akademie sorgfältig ausgewählte und aufbereitete Inhalte im Format Ihrer Wahl: deutschlandweit in klassischen Präsenzschulungen in unseren bestens ausgestatteten Training Centern, aber auch in Webinaren sowie – völlig unabhängig von Zeit und Ort – in reinen E-Learnings.

Auf Kundenwunsch kann das gesamte Schulungsangebot der TÜV SÜD Akademie auch in Form von Inhouse-Seminaren mit individuell abgestimmten Zielen und Anforderungen zeitlich und örtlich flexibel abgehalten werden.

Über die QM-Personenzertifikate, die unsere Zertifizierungsstelle für Personal erteilt, können Inhaber ihre Tätigkeit im Zertifizierungsgebiet und die Aktualität ihres Wissens nachweisen.

Last but not least bietet die TÜV SÜD Akademie ein berufsintegriertes Ausbildungsprogramm an, dessen Absolventen in einem Zug den Hochschulabschluss Bachelor of Arts mit Schwerpunkt Qualitätsmanagement und die bewährten TÜV SÜD-QM-Zertifikate erhalten.

Unser Fachwissen

Unser aktuelles Know-how geben wir nicht nur in unseren Seminaren gerne an Sie weiter. Wir veröffentlichen auch regelmäßig kostenfreie Whitepaper, Artikelserien oder Videos mit relevanten Inhalten aus dem Qualitätsmanagementbereich. Für Sie haben wir hier eine Auswahl unserer beliebtesten Inhalte zusammengestellt.


Unsere Zukunftspläne

Um unsere Kunden optimal auf die in Zukunft anstehenden Herausforderungen vorzubereiten, verfolgen wir die Entwicklungen in der Industrie aufmerksam und reagieren auf Neuerungen und Umbrüche rasch mit flexiblen Weiterbildungsangeboten. Parallel dazu sorgt die Zusammenarbeit mit kompetenten Praktikern aus unterschiedlichsten Branchen dafür, dass die TÜV SÜD Akademie immer für Sie am Puls der Zeit ist und wichtige Impulse aus der Praxis in die laufende inhaltliche und strukturelle Verbesserung unserer Seminare einfließen.

So wurde in der TÜV SÜD Akademie beispielsweise neu ein eigenes Fernsehstudio zur Produktion von Lehrvideos eingerichtet, und wir arbeiten intensiv an modernen Blended-Learning-Konzepten, die die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learnings kombinieren. Unser Seminar "Qualitätsmanagement Fachkraft - TÜV" wird 2020 als Blended Version buchbar sein.

Unsere Experten blicken in die Zukunft: Stefan Weber

Stefan Weber – ein langjähriger Referent der TÜV SÜD Akademie, der die Entwicklung des modularen QM-Schulungskonzepts von der ersten Stunde an maßgeblich begleitet hat – wagt einen Blick in die Zukunft:

Im Bereich der Produktion – auch der Serienproduktion – haben wir mittlerweile gut etablierte Reifekonzepte wie Maschinenfähigkeit, Prozessfähigkeit, statistische Prozessregelung etc. Hingegen ist bei softwarebasierten Systemen und den zugehörigen Entstehungsprozessen viel im Umbruch, und es werden massive Veränderungen in der Vorgehensweise notwendig sein.

Durch die Vernetzung von Produktionssystemen in Verbindung mit der Produktdefinition (Toleranzen) ergeben sich im Produktionsumfeld neue Chancen für die datengetriebene Qualitätsarbeit. Mit Hilfe gezielter Datenanalysen (z. B. über Big Data) können Prozessvarianzen erkannt, analysiert und dann Maßnahmen zur Verringerung der Prozessabweichungen eingeleitet werden. Dies eröffnet Chancen, potenzielle Prozessverbesserungen mit deutlich weniger Aufwand als bisher zu erkennen und entsprechend zu realisieren.

Getrieben durch das Internet of Things (IoT) und die Industrie 4.0 wird sowohl in den Produktions- als auch in den Entwicklungsprozessen immer intensiver auf das Themenfeld „System/Software“ eingegangen werden müssen.

Hier wird insbesondere auch die Steigerung der Komplexität und Vernetzung der Produkte in Systemen die Betrachtung der Entwicklungsprozesse unabdingbar machen. Ein spannender Ansatz zur Beherrschung und Verbesserung der (System-/Software-)Qualität sind hier Reifegradmodelle wie z. B. SPICE oder CMMI.

Ferner gibt es aktuell Bestrebungen, die bisher auf die System- und Softwareentwicklung begrenzten Reifegradmodelle (insbesondere SPICE) auf die Elektronik- und Mechanikentwicklung zu erweitern. Es soll also der komplette mechatronische Entwicklungsprozess abgedeckt werden. Erste Entwürfe zur Erweiterung des Prozessmodells liegen bereits vor.

Auch über den Dienstleistungsbereich muss an dieser Stelle intensiver nachgedacht werden, denn Engineering ist in letzter Konsequenz Dienstleistung. Helfen kann an dieser Stelle das EFQM-Modell und die dort eingesetzte Methode der Selbstbewertung mit Hilfe von detaillierten Checklisten.

Mehr den Menschen in seinem täglichen Tun hat ein anderes Konzept im Fokus, das derzeit verstärkt diskutiert wird: Agilität in der Entwicklung stellt neben der Betrachtung des Produktwerts insbesondere auch den einzelnen Entwickler und dessen Verantwortung für die von ihm erzeugte Qualität in den Vordergrund. Im Grundsatz ist das nichts anderes als die vor 20 Jahren in den Produktionsprozessen eingeführte Werkerselbstüberprüfung. Genannt seien hier Methoden wie z. B. Scrum oder Kanban in Verbindung mit Konzepten wie dem Pull-Prinzip oder der Definition of Ready bzw. Definition of Done.

Für die Zukunft stellt sich die Frage der Ownership der Qualität: Jeder Einzelne im Unternehmen ist verantwortlich für die Qualität, aber das muss zwingend durch die Unternehmensleitung konsequent vorgelebt werden. Qualität ist nicht das Plakat im Flur, sondern wenn die Mitarbeiter erkennen, dass die Vorgesetzten und insbesondere das Topmanagement ihre Entscheidungen am Thema Qualität ausrichten. Entscheidend ist, die Qualität nicht dem Ertrag zu opfern!

Unsere Experten blicken in die Zukunft: Ulrich Wegner

Ulrich Wegner, Referent der ersten Stunde sowie langjähriger Auditor im Bereich Managementsysteme bei TÜV SÜD, legt seine Zukunftsvision dar:

Meine Erfahrung aus vielen Jahren im Qualitäts- und Umweltmanagementbereich sagt mir, dass Partnerschaften in Zukunft viel stärker wichtig und notwendig werden. Man muss aufhören, das eigene Unternehmen oder den eigenen Standort als Betrachtungsrahmen zu sehen und muss sich fragen, was man über Verbindungen mit Dritten – mit Kommunen, mit dem Umfeld, mit der Gesellschaft – noch erschließen kann, weil das segmentierte Agieren irgendwann an seine Grenzen stößt.

Ich glaube, es wird ein großes Thema werden, Partnerschaften einzugehen und zum gegenseitigen Nutzen zu gestalten und zu stabilisieren. Auch das Schließen von Kreisläufen – insbesondere im Umweltbereich – wird wohl nur über solche Partnerschaften möglich sein. Es geht darum, den Nutzen nicht nur im eigenen Betrachtungsrahmen zu maximieren – und damit gesamtgesellschaftlich vielleicht sogar zu minimieren –, sondern einen Gesamtnutzenansatz zu verfolgen. Das halte ich für die Herausforderung der Zukunft.

Ebenfalls im Umbruch ist das Berufsbild des Auditors, insbesondere dessen Spezialisierungsgrad. In den bisherigen Regelwerken, die auf der ISO/IEC 17021 basieren, spielte die Branchenkenntnis eine sehr, sehr große Rolle. Aber meiner Meinung nach sollte der Auditor eher ein Methodenspezialist sein, denn der eigentliche Fachmann ist und bleibt der Kunde, der den Prozess betreibt. Sein Maß an Kenntnissen kann ich als Externer eigentlich nie erreichen.

Deshalb wird der Stellenwert der fachlichen Spezialisierung aus meiner Sicht eher ein bisschen zurückgehen, während hohe Analyse- und Methodenkompetenz sowie Soft Skills an Bedeutung gewinnen werden. Wenn ich nämlich mit der Unternehmensleitung über Risiken und Chancen sprechen soll, spielen gesellschaftliche Tendenzen, politische Entscheidungen, technische Branchenentwicklungen und Positionierungen eine Rolle. Dafür brauche ich ein ganz anderes Potenzial und Skillset. Was aber sicher benötigt wird, ist eine hohe Kommunikationsfähigkeit, die in der Zukunft viel wichtiger sein wird als in der Vergangenheit.


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Breites Seminarangebot

Die TÜV SÜD Akademie ist seit knapp 30 Jahren ein hochgeschätzter und wichtiger Partner der Wirtschaft. Mehr als 50.000 QM-Profis haben wir seit 1994 ausgebildet und belegen mit unseren flexiblen und umfassenden QM-Seminaren stets Spitzenpositionen in der Qualitätsmanagement-Ausbildung.

Unser Know-how im Qualitätsmanagement zieht sich durch viele Branchen. Auch hier möchten wir Ihnen möglichst spezifisches Fachwissen an die Hand geben.


Digitale Lernformate

Digitales Lernen in der TÜV SÜD Akademie

Digitales Lernen steht für eine moderne und zukunftsorientierte Weiterbildung. Die Verschmelzung herkömmlicher Weiterbildung mit dem Einsatz neuer Technologien bietet enorme Potenziale für mehr Flexibilität und Lerneffizienz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Digitales Lernen unterstützt die mediale Vor- und Nachbereitung der Präsenzschulungen und ermöglicht so nachhaltigere Lernerfolge.

Entdecken Sie jetzt unser Angebot an E-Learnings:


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