TÜV HANSE

Elektromobilität

Pionierarbeit Elektromobilität

TÜV HANSE bringt E-Flotte auf die Straße

 

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Der Micro Vett by Karabag 500 Elektrik basiert auf einem Fiat 500.

 TÜV HANSE hat mit der Begutachtung des ersten von insgesamt 700 Elektro-Autos eines der bisher größten E-Flottenprojekte in Deutschland gestartet. Nach der Abnahme im Service-Center Ausschläger Weg 100 wurde der Micro Vett by Karabag 500 Elektrik von der Stadt Hamburg jetzt für den Straßenverkehr zugelassen. Initiator der Offensive ist der Fiat-Nutzfahrzeuge-Händler Sirri Karabag. Er lässt die Fahrzeuge auf Basis des Fiat 500 in Italien für den deutschen Markt umrüsten. TÜV HANSE nimmt die Fahrzeuge technisch ab. Sicherheit der Batterien, Aufbau der Versorgungsinfrastruktur, Entwicklung internationaler Prüfnormen – die Aufgaben rund um die Entwicklung der Elektromobilität sind vielfältig. Experten und Prüfgesellschaften betreten mit der Zulassung von Elektrofahrzeugen in großem Umfang Neuland.

Wichtigste gesetzliche Grundlage und Orientierungshilfe in Europa ist aktuell die Prüfnorm für elektrische Sicherheit ECE-R 100. Dazu gehört zum Beispiel die Absicherung und Kennzeichnung aller stromführenden Teile oder die Kennzeichnung der Betriebsbereitschaft. Dazu Markus Tappert, Sachverständiger TÜV HANSE: „Einen laufenden Otto- oder Dieselmotor hört man. Beim Elektromotor muss gekennzeichnet werden, ob er betriebsbereit ist oder nicht.“ Nur zwei Anforderungsbeispiele, mit denen sich die Experten von TÜV SÜD bei der Zulassung des ersten Micro-Vett Umbaus auf Basis des Fiat 500 auseinandersetzen mussten. Dazu wurde auf der Grundlage von Herstellerangaben ein Gutachten von TÜV Hessen erstellt, das die Basis für die Prüfungen bei TÜV HANSE liefert. Alleine die Zusammenstellung der Prüfkriterien am Fahrzeug habe eine ganze Woche gedauert, so Tappert. „Mit diesem Prüfkatalog können wir nun weitere drei umgebaute Micro Vett by Karabag noch in diesem Jahr zulassen.“

Ziel: 700 E-Fahrzeuge im Jahr 2010

Leistungsmerkmale der ersten vier Kleinwagen auf Basis des Fiat 500: 140 Kilometer Radius, Ladezeit acht bis zwölf Stunden (mit Rapid Charging System 30 Minuten für 100 Kilometer Reichweite), 110 Km/h Höchstgeschwindigkeit, 22 KW Leistung. Und sie sind erst der Anfang.

„Die gründliche Vorarbeit war notwendig, um die Abnahmen im kommenden Jahr in großem Umfang bewältigen zu können“, erläutert Klaus Balow, Geschäftsführer von TÜV HANSE. In Zusammenarbeit mit Sirri Karabag und dem Umrüster Micro Vett sollen im kommenden Jahr mindestens 700 Elektro-Fahrzeuge in Hamburg geprüft werden. Darunter auch Kleintransporter und Mikrobusse auf der Basis von Fiat Fiorino oder Ducato. Die Fahrzeuge leisten bis zu 66 KW und haben einen Aktionsradius von bis zu 150 Kilometern. „Für den Nahbereich, zum Beispiel den innerstädtischen Zulieferverkehr, ist das vollkommen ausreichend“, so Unternehmensgründer Sirri Karabag. Die Nachfrage sei vor allem seit der IAA in diesem Jahr enorm. „700 Bestellungen liegen uns bereits vor“, betont Karabag. Und das Interesse der Flottenbetreiber steige stetig an. Karabag vertreibt seit den 1990iger Jahren exklusiv Fiat Nutzfahrzeuge in Deutschland, Jahresumsatz: 40 Millionen Euro.

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