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TÜV SÜD - Lebensmittelprüfzeichen "Geprüfte Qualität"

Das erste TÜV SÜD - Prüfzeichen auf Lebensmitteln

TMS_Lebensmittel_rgb.jpgVielen Dank für Ihr Interesse an unserem neuen Lebensmittelprüfzeichen "Geprüfte Qualität". Wir informieren Sie hier über das Prüfzeichen und warum wir uns als TÜV SÜD in Sachen Lebensmittel engagieren. 

Als Verbraucher haben Sie sicherlich großes Interesse daran, dass Lebensmittel, sauber, d. h. hygienisch einwandfrei, sicher und vertrauenswürdig hergestellt werden. Wenn ein Unternehmen sich entscheidet unser Prüfzeichen auf eines oder mehrerer seiner Produkte anzubringen. muss es eine Reihe von anspruchsvollen Aufgaben erfüllt haben. Denn, "wo TÜV SÜD draufsteht, muss auch TÜV SÜD drin" sein. Ein Unternehmen kann mit Hilfe dieses Prüfzeichens darstellen, wie stark es sich in Sachen Lebensmittelsicherheit engagiert.

Warum der TÜV SÜD auf Lebensmitteln?

Sicherlich kennen Sie uns aus vielen anderen Lebensbereichen, wie z. B. der Prüfung von Elektrogeräten oder Automobilen. Im Rahmen unseres Lebensmittelengagements profitieren wir dabei von der über 130-jährigen Erfahrung in Sachen systematischer Prüftätigkeit. Unser Ziel ist, immer für mehr Sicherheit und Vertrauen zu sorgen.

Dies ist, insbesondere im Angesicht vieler Unregelmäßigkeiten in der Lebensmittelproduktion in den letzten Jahren, eine mehr als wichtige Botschaft für Sie als Verbraucher. Sie können davon ausgehen, dass wir genauso gewissenhaft Lebens- und Futtermittel prüfen.

Was steckt hinter diesem Prüfzeichen?

Unser Lebensmittelprüfzeichen "Geprüfte Qualität" basiert auf unserem eigenen TÜV SÜD Management Service Lebensmittelstandard und stellt sicher, dass

  • durch einen systematischen und vorausschauenden Ansatz die Grundvoraussetzungen geschaffen worden sind, um sichere Lebensmittel zu produzieren. Bereits vor der Produktion muss überlegt werden, welche Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher überhaupt entstehen können. Dabei darf sich das Unternehmen nicht nur auf den reinen Produktionsprozess beschränken, sondern muss auch die Rahmenbedingungen analysieren und lenken (z. B. Kühlprozesse, Transport, Entwicklung neuer Produkte usw.). Die Grundlage bildet ein System, das von der NASA entwickelt worden ist. In der Raumfahrt muss absolut sichergestellt werden, dass kein Astronaut im All aufgrund der Verpflegung erkrankt. Dieser vorausschauende Ansatz wurde auf die gesamte Lebensmittelproduktion übertragen. Betrachtet werden hier mikrobiologische Gesichtspunkte (z. B. Salmonellen), physikalische (z. B. Fremdkörper) und chemische Gefahren (z. B. Rückstände). Maßnahmen, die zur Verhinderung der Gefahren notwendig sind, müssen fortlaufend überwacht und die Ergebnisse dokumentiert werden. Zusätzlich zum grundlegenden System werden somit auch diese Sicherungsschritte für uns überprüfbar.
  • die Unternehmen, von der Geschäftsleitung bis zum Mitarbeiter in der Produktion, die Wichtigkeit hygienischen Arbeitens verstanden haben und ständig umsetzen. Der Hersteller muss seine Prozesse regelmäßig selber überwachen und bei Fehlern umgehend geeignete Korrekturen durchführen und diese dokumentieren. Er muss also nachweislich aus Fehlern lernen und sich ständig verbessern.
  • die Produkte regelmäßig analysiert werden. Der Hersteller muss definieren, welche Produkte er wie häufig hinsichtlich welcher Kriterien in einem speziell zugelassenen Labor analysieren lässt.
  • die geltenden Regeln und Verfahren schriftlich definiert worden sind und an die Mitarbeiter vermittelt wurden. Die Mitarbeiter müssen nachweislich hinsichtlich der Themen Lebensmittelhygiene, übertragbare Krankheiten und spezifischen geltenden Regeln geschult werden.
  • die Räumlichkeiten und Geräte, in und mit denen die Lebensmittel hergestellt werden, für diesen Zweck geeignet sind und in entsprechendem Zustand gehalten werden. Hierzu zählt auch die regelmäßige Reinigung, erforderlichenfalls Desinfektion, sowie die Wartung der Geräte.
  • die Arbeitsabläufe derart gestaltet sind, dass die Produkte höchstmögliche Sicherheit aufweisen und keine nachteilige Beeinflussung erfahren. Zum Beispiel dürfen keine fertigen Produkte mit rohen Erzeugnissen in Berührung kommen.
  • das Personal geeignete Umkleidemöglichkeiten hat, um mit sauberer Arbeitskleidung die Produktion betreten zu können.
  • bei besonders sensiblen Produkten entsprechende Sicherungsschritte eingeführt worden sind.
  • die Rückverfolgbarkeit umfassend geregelt ist. Dass heisst, es muss nachvollziehbar sein, aus welchen Rohmaterialien die Produkte hergestellt worden sind und an wen sie geliefert wurden, welche Verpackungen verwendet worden sind und welche Messungen an Rohwaren und Zwischenprodukten durchführt worden sind. Das alles muss durch ein System hinterlegt sein, damit Auswertungen möglichst schnell zu vollständigen Ergebnissen führen. Besonderes Augenmerk muss auf die Bestandteile gelegt werden, die bei (und sei es auch nur bei geringen) Teilen der Bevölkerung Allergien auslösen können. Es muss eindeutig geklärt sein, in welchen Produkten welche Zutaten verwendet worden sind und dies muss auf den Verpackungen kenntlich gemacht werden.
  • auch die Lieferanten der Hersteller ihre Hausaufgaben machen. Aus mangelhaften Ausgangsmaterialien lassen sich keine hochwertigen Produkte herstellen. Ausserdem hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass nicht immer der Hersteller der Verursacher von Problemen war, sondern häufig die Vorstufe. Dem tragen wir mit dem Ansatz Rechnung, dass der Hersteller besondere Qualifizierungsmaßnahmen für seine Lieferanten einführen muss.

Alle Vorgaben sind in der Regel mit der Pflicht zur Dokumentation von Ergebnissen verbunden, so dass uns, als externer Überwachung, jederzeit die Überprüfung der Erfüllung der Kriterien ermöglicht wird.

Um die Überprüfungen vor Ort weiter abzusichern und eine Aussage über die Eigenschaften der Produkte im Einzelhandelsgeschäft machen zu können, führen wir sogenanntes „Mystery Shopping“ durch. Dass heisst: wir gehen in Supermärkte und kaufen die von uns zertifizierten Produkte. Das erste Mal bereits vor der Vergabe des Prüfzeichens. Abhängig von der Art des Produktes werden diese anschließend in unserem eigenen Labor gezielt analysiert. Sollten wir tatsächlich etwas feststellen, werden die Hersteller umgehend informiert und weitere Maßnahmen ergriffen. Das Prüfzeichen darf bei gravierenden Abweichungen natürlich nicht weitergeführt werden.

Kontakt

Haben Sie hierzu noch weitere Fragen? Gerne helfen wir Ihnen weiter: .


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Kostenlose Service-Hotline: 0800 - 888 4444E-Mail: info@tuev-sued.de