Sicherheitsbewertung von KKW
Höchstmögliche Sicherheit zum Schutz von Mensch und Umwelt vor radioaktiver Strahlung
Weltweit spielt die Sicherheit wohl in kaum einem Industriezweig eine so zentrale Rolle wie in der Kerntechnik.
Risiko und Sicherheitsbewertung
Neben der Deterministik haben in den letzten Jahren zunehmend mathematisch/statistische Risikobewertungsmethoden und -werkzeuge (Probabilistik) die Untersuchungen zur Sicherheit kerntechnischer Anlagen beeinflusst und geprägt.
Sicherheitsbewertungen von TÜV SÜD |
Deterministische und probabilistische Sicherheitsanalysen bilden die beiden Standbeine der Sicherheitsbewertungen durch TÜV SÜD. Probabilistische Sicherheitsanalysen (PSA) ergänzen die ingenieurtechnische, auf deterministischen Grundlagen beruhende Sicherheitsbeurteilung und finden weltweit immer breitere Anwendung bei sicherheitstechnischen Entscheidungen. Zweck der Sicherheitsanalysen ist es, das Sicherheitsniveau des untersuchten Kernkraftwerkes zu bewerten und Schwachstellen aufzudecken.
Die wichtigsten Informationen über System- und Komponentenauslegung, Betriebsweisen, Betriebserfahrungen, Komponenten- und Systemzuverlässigkeiten und menschliches Handeln in der Anlage werden zu einer Gesamtbetrachtung des Anlagenzustandes und des Anlagenverhaltens zusammengeführt. Anhand der Ergebnisse einer PSA kann das Sicherheitskonzept eines Kernkraftwerkes ganzheitlich bewertet und quantitative Informationen über das Sicherheitsniveau können gewonnen werden. Sicherheitstechnische Schwachstellen werden erkannt und die Ausgewogenheit der sicherheitstechnischen Auslegung wird bewertet.
Bei sicherheitstechnischen Entscheidungen werden daher in zunehmendem Maß Ergebnisse deterministischer und probabilistischer Sicherheitsanalysen einbezogen.
Probabilistische Analysen in Form von Zuverlässigkeitsanalysen für ausgewählte Sicherheitseinrichtungen von Kernkraftwerken werden in der Bundesrepublik Deutschland seit über zwei Jahrzehnten im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren von Herstellern und Gutachtern durchgeführt. Methodische Weiterentwicklungen, zunehmende Anwendererfahrungen sowie die umfangreiche Betriebserfahrung mit Komponenten und Systemen haben eine Ausweitung der Zuverlässigkeitsanalysen zur ganzheitlichen PSA ermöglicht. Die systematische Anwendung der PSA führte zu wesentlichen sicherheitstechnischen Verbesserungen bei bestehenden Anlagen. |

