Alles nach Norm
Mehr als 30.000 DIN und rund 40.000 EN und ISO-Normen sind heute als „Stand der Technik“ Vorlage für Produkte, Verfahren und Dienstleistungen - und garantieren qualitativ hochwertige, sichere Waren. Vor allem Geräte- und Maschinenhersteller profitieren von den Standards, da sie den Konstruktionsaufwand und freien Handel enorm erleichtern. Doch wie recherchiert man die für sein Produkt passende Norm? Und wie setzt man alle Normvorgaben richtig um? Das neue eintägige Seminar der TÜV SÜD Akademie „Grundlagen der Normungs- und Normenarbeit“ klärt jetzt auf.
Normen legen fest, welche Anforderungen ein Produkt erfüllen muss und wie sie überprüft werden sollen. Normen sind nur Empfehlungen, nicht Gesetz. Da sie aber als Stand der Technik gelten, bieten sie demjenigen, der sie anwendet, den Vorteil, dass sein Produkt nach dem Produktsicherheitsrecht als sicher und nach dem Produkthaftungsrecht als fehlerfrei gilt. Insbesondere bei der Herstellung technischer Produkte ist die Normenkonformität nicht mehr wegzudenken, weil Konstruktionslösungen nicht völlig neu erfunden werden müssen und man sich beim Warenhandel Anpassungskosten spart. Unklarheit herrscht jedoch in vielen Unternehmen, wie man die entsprechenden Normen findet und wie man sie optimal anwendet.
Hilfestellung gibt jetzt das neue Normen-Training der TÜV SÜD Akademie „Grundlagen der Normungs- und Normenarbeit“. An nur einem Schulungstag lernen Entwickler, Hersteller und Vermarkter von Geräten, Maschinen und Anlagen, wie DIN-, EN- und ISO-Normen entstehen und wie nationale, europäische und weltweite Normenstrukturen zu verstehen sind. Um zu ermitteln, welche Normen für welche Produkte anwendbar sind, erlernen die Teilnehmer die systematische Normenrecherche bei den Normenorganisationen, Bundesanstalten und der EU-Kommission. Sie trainieren den souveränen Umgang mit den aktuellen Normen, EG-Konformitätserklärungen richtlinienkonform zu erstellen und Sonderfälle wie die VDI-Richtlinien zu managen. Zudem erfahren sie, was es bei der Entwicklung eigener Lösungen rechtskonformer Produkte zu beachten gilt. Auch die Mitgestaltung von Normen ist Thema der Schulung: Die Teilnehmer werden darüber informiert, wie man sich bei der Normungsarbeit in den Normenausschüssen beteiligen und Normen mitgestalten kann.

