100 Jahre mobile Sicherheit

50 Jahre Plakette – 50 Ausreden

TÜV SÜD: 50 Jahre Plakette – 50 Ausreden

Historisches Durchstarten für sicheren Straßenverkehr im Jahr 2011: TÜV SÜD feiert 100 Jahre
sichere Mobilität und seit 50 Jahren prangt die Plakette als Ausweis des
ordnungsgemäßen Zustands bezüglich der Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit an
den Kennzeichen der Autos auf Deutschlands Straßen. Unbestritten ist der überragende
Beitrag der Hauptuntersuchung zur sinkenden Zahl von Unfalltoten in den vergangenen
Jahrzehnten. Die Beziehung aus TÜV und Autofahrer zeichnet sich aber seit jeher durch eine
hoch emotionale Komponente aus. Für TÜV SÜD Anlass, in seinen rund 300 Service-Centern
die besten und schrägsten Ausreden zu sammeln, wenn dem „Heilix Blechle" Ungemach vom
Prüfer droht. Herausgekommen sind: „50 Jahre Plakette – 50 Ausreden".

Die Zeiten der großen Aufgeregtheiten an den Prüfstellen sind vorbei. Längst hat der Dienstleistungsgedanke
an den TÜV SÜD Service-Centern Einzug gehalten, Termine werden online gebucht und in der Prüfhalle wird
den Autofahrern erläutert, wo es dem Fahrzeug mangelt und wie dieser Mangel zu beheben ist.
Insbesondere bei Pflege, Wartung und Umbau von Freizeitfahrzeugen wie Cabrios, Oldtimer und Motorräder
sind die Experten von TÜV SÜD zunehmend als Ratgeber  gefragt.

Ausgestorben sind sie aber keineswegs, die guten, die schrägen und die skurrilen Ausreden, wenn es
darum geht, den angeschlagenen Zustand des geliebten Autos zu begründen. Das jedenfalls ist das
Resultat einer Befragung unter den TÜV SÜD Service-Centern in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen
und Hamburg. Binnen weniger Tage sammelten sich über 200 Ausreden und Entschuldigungen im
Mailordner. Dabei unterstreichen die eingegangenen Antworten nicht nur die besondere Beziehung des
Autofahrers zu seinem Fahrzeug, sondern werfen zudem ein besonderes Schlaglicht auf die Beziehung
zwischen Mann und Frau. Gerne verschanzt Man(n) sich angesichts des entdeckten Mangels hinter Frau:
„Das ist das Auto meiner Frau". Aber auch die Frauen verbarrikadieren sich gerne hinter dem Klischee
technischer Ahnungslosigkeit: „Mich hat mein Mann geschickt", „Mein Mann hat gemeint, dass ich vielleicht
eher durchkomme als er", lauten gerne genommene Ausreden. 

Was ebenfalls Bände füllt, sind Verweise darauf, wonach das Auto ohnehin für den Kundendienst, den
Verkauf, die Verschrottung oder die Auslieferung ins Ausland vorgesehen sei. Als besonders findig treten
die Fahrer von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen auf. Unter diesen ist offenbar die Ansicht weit
verbreitet, dass für ein auf dem Acker genutztes Gefährt Bremsen, Licht oder Hupe eher zweitrangig sind.

Aus den über 200 Kommentaren und Ausreden, die in den TÜV SÜD Service-Centern zusammengetragen
wurden, nachfolgend die 50 häufigsten, respektive originellsten:

 

 

 Die 50 häufigsten/originellsten Kommentare und Ausreden

1.

„Das Auto kriegt morgen meine Frau zum Geburtstag als Überraschung, ich muss jetzt sofort TÜV haben." 

2. 

„Mit dem Wagen fährt nur meine Frau."

3. 

„Da habe ich keine Ahnung, mit dem Auto fährt nur mein Mann."

4.

„Meine Frau bringt mit dem Auto bloß die Kinder zur Schule."

5. 

Attraktive Frau: „Mein Freund meinte, wenn ich beim TÜV vorfahre, bekommen wir vielleicht die Plakette."

6. 

Kundin: „Mein Mann hat gesagt, ich soll alles unterschreiben, wir verkaufen das Auto eh an die Werkstatt."

7. 

„Der Ölverlust kommt vom Danebenleeren beim Einfüllen."

8. 

„Ich fahr eh bloß bei Tag." (bei Beleuchtungsmangel)

9. 

„Die Nebelschlussleuchte brauch ich nicht, bei so Wetter bleib ich sowieso zuhause." 

10. 

„Da passiert doch nichts, den Riss hab ich schon seit einem Jahr  in der Scheibe."

11. 

„Versprochen, nächste Woche mach ich Winterreifen drauf."

12.

„Da hinten sitzt bei mir nie jemand." (fehlende Sicherheitsgurte)

13. 

„Ist alles in Ordnung, hab isch original im ebay ´kauft." 

14. 

„Wozu brauch ich eine Handbremse, das ist doch ein Automatik!" 

15. 

„Da ist nur schlechter Sprit drin vom Urlaub, normal sind die Abgaswerte gut." 

16. 

„Je lauter mein Auspuff, desto sicherer, weil man mich besser herannahen hört." 

17. 

„Müssen Sie so streng sein, das könnte ja genauso noch nach der Prüfung hier kaputt gehen." 

18. 

 „Da darf kein Mangel im Prüfbericht stehen, ich will den Wagen verkaufen!"

19. 

„Wenn ich das machen lass, dann hält das eh' wieder nicht lange!" 

20. 

„Schreiben Sie´s ruhig drauf, ich mach es eh' nicht!"

21. 

„Dann meld´ ich den halt ab. Dann gehen dem Staat aber die Steuern weg, wollen Sie das verantworten?" 

22. 

„Nach hinten brauch ich nichts sehen, mich überholt keiner!" 

23. 

„Ich fahre doch nicht viel." 

24. 

„Vor zwei Jahren hat der Kollege kein Wort gesagt, dass mit den Bremsen etwas nicht stimmt." 

25. 

„Die Ersatzteile für den amerikanischen Wagen sind erst in drei Monaten wieder lieferbar." 

26. 

„Das ist das Auto von meinem Nachbarn." 

27. 

„Ich bin doch auch hergefahren, da kann es ja nicht so schlimm sein." 

28. 

„Man kann ein Auto auch tot-reparieren." 

29. 

„Den Defekt hat mein Auto seit Jahren, das hat noch nie gestört." 

30. 

„Die Nebelschlussleuchte brauche ich nie, ich weiß nicht einmal, wo ich die einschalten muss."

31. 

Bei der HU werden fehlende Wischerblätter bemängelt: „Gestern war die noch dran, jetzt hat die schon wieder jemand geklaut." 

32. 

„Die Mängel jetzt zu beheben ist völlig sinnlos. Das Auto ist für einen Crashversuch vorgesehen, braucht aber für den Crash einen gültigen TÜV." 

33. 

„Ich brauch den TÜV aber jetzt, mein Kurzzeitkennzeichen läuft ab." 

34. 

Prüfer: „Ihr Verbandskasten ist abgelaufen." Sie: „Das macht nichts, ich bin Krankenschwester!" 

35. 

Prüfer: „Sie haben starken Ölverlust am Motor." Autofahrer: „Macht nix, ich habe in der Garage eine Wanne unters Auto gestellt." 

36. 

Abgefahrene Reifen an Zugmaschinen: „Wir fahren kaum auf der Straße". 

37. 

Bei der Abgasuntersuchung an einem Fahrzeug, das hinten komplett mit Matratzen ausgelegt ist, sagt die Dame aus dem Rotlichtmilieu:
„Wenn das Abgas nicht klappt, ist es nicht schlimm, ich stehe nur an der Ingolstädter Straße und brauche den Motor nur zum Heizen." 

38. 

Bei der HU funktioniert kein Abblendlicht. „Ich fahre nicht bei Dunkelheit." 

39. 

Bei der HU reißt ein Handbremsseil. In der schriftlichen Beschwerde findet sich der Satz: „Das Seil ist nur gerissen, weil der Prüfer an der Handbremse gezogen hat wie ein Ochse." 

40.

Prüfer: „Ihre Federn scheinen lahm zu sein." Autofahrer: „Wundert mich nicht, ich habe 5 Zentner Kartoffeln im Auto." 

41.

„Wenn ich die Scheibe austauschen muss, wer zahlt mir dann meine Vignette?" 

42.

Bei einem Eintrag wurde die zulässige Achslast um 100 kg reduziert. Daraufhin der Kunde: „Dann kann ich mei Oide nimma mitnehmen." 

43.

Anruf an der Prüfstelle: „Wieso hat mein Nachbar den TÜV bekommen? Der versaut mir immer die Straße!" 

44.

Bei der HU: „Bitte schaun Sie genau hin und schreiben alles auf. Ich will ein neues Auto und meine Frau hat es mir verboten. Vielleicht schaffe ich es so, sie zu überzeugen." 

45.

An einem russischen Auto funktioniert die Hinterradbremse nicht. „Das ist ein russischer Wagen, der hat hinten keine Bremse." 

46.

Vor der Probefahrt mit dem Motorrad bemerkt der Prüfer den zu geringen Reifenluftdruck. Er misst nach und sagt dem Besitzer,
dass nur 0,3 bar Druck auf dem Reifen sind. Kunde: „Ich dacht schon: Mein Gott, sind die Straßen schlecht!" 

47.

Anfrage eines Kunden, für dessen Wohnwagen die Plakette abgelaufen war: „Mein Wohnwagen steht in Spanien, reicht es, wenn ich Ihnen Bilder zeige und sie machen mir dann den Stempel in die Papiere? 

48.

Bei einem Traktor funktioniert die Hupe nicht, sagt der Landwirt: „Ja mei, ich kann ja schreien, ist eh alles offen, da hört man mich schon." 

49.

„Brauchst nicht genau schauen bei meinem Traktor – mit dem fahre ich nur im Obstgarten." 

50.

„Früher habe ich mich vor dem TÜV mehr gefürchtet, als vor dem Zahnarzt. Aber heute hat es mir echt gut gefallen."